In der Musik zur Sterbestunde am Karfreitag, 3. April, um 15 Uhr in der Kreuzkirche, wird Pergolesis berühmtes »Stabat Mater« erklingen. Der italienische Komponist schrieb die Vertonung des spätmittelalterlichen Trauergesanges Marias im Jahr 1736, das gleichzeitig auch sein Todesjahr nach nur 26 Jahren Lebenszeit war. Die zwölf Teile beginnen mit dem Satz »Christi Mutter stand mit Schmerzen bei dem Kreuz und weint von Herzen« und sind als Duette und Arien für Alt, Sopran, Streicher und Cembalo konzipiert.
Pergolesis Werk war das im 18. Jahrhundert am häufigsten gedruckte Musikstück und liegt in zahlreichen Bearbeitungen vor. Johann Sebastian Bach etwa unterlegte für den evangelischen Gottesdienst einen deutschen Text und Antonio Salieri erstellte für die Wiener Hofkapelle eine Chorversion mit reicher Instrumentierung. Anna Krikheli (Sopran) und Madelaine Maier (Alt) und der Kirchenchor der Kreuzkirche unter der Leitung von Stefan Daubner führen eine noch spätere Fassung auf, in der einige der Duette als Chorsätze erklingen. Begleitet werden sie von einem Streichquartett mit Cembalo.
Anna Krikheli (Sopran) und Madelaine Maier (Alt) schlossen erst vor kurzem ihr Gesangsstudium an der Musikhochschule München ab. Nach zahlreichen Opernproduktionen sang Krikheli zuletzt im Silvesterkonzert des MDR-Sinfonieorchesters im Leipziger Gewandhaus. Maier war beim Münchner Bachfest im Liebfrauendom sowie in der Isarphilharmonie in München zu hören. (sd)